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BMW International Open 2011:
Kaymer und
Siem attackieren
Deutsche verkürzen den Rückstand.
Stenson verteidigt Führung, liegt nun aber gleichauf mit dem
Südafrikaner Coetzee
München. Martin Kaymer und Marcel Siem spielen am Wochenende
um den Sieg bei der BMW International Open 2011. Die beiden
Deutschen schoben sich vor 16 700 begeisterten Zuschauern in
München-Eichenried am zweiten Turniertag näher an die
Spitze. Siem liegt mit 137 Schlägen auf dem geteilten
neunten Rang nur drei Schläge zurück, Kaymer (138) als
geteilter 15. nur vier Schläge.
Die
Führung verteidigte der Schwede Henrik Stenson, der seiner
64er-Runde vom Vortag eine 70 hinzufügte. Bei zehn unter Par
muss er sich die Spitze nun allerdings mit dem Südafrikaner
George Coetzee (67+67) teilen. Dem Duo folgt der Spanier
Pablo Larrazábal (68+67) vor einem Quintett mit zwei
Schlägen Rückstand, zu dem unter anderem der Österreicher
Markus Brier, der Vorjahres-Dritte Bradley Dredge (Wales)
und der BMW PGA Champion von 2010, Simon Khan (England),
zählen.
„Es wäre großartig, wieder einmal zu gewinnen“, sagte
Stenson, der zuletzt 2009 bei der prestigereichen Players’
Championship der US PGA Tour einen Turniersieg feiern
konnte. Nach einem soliden Beginn erlebte er auf seinen
letzten vier Löchern mit einem Eagle und einem Birdie
gefolgt von zwei Bogeys eine wahre Achterbahnfahrt.
„Das war natürlich kein schönes Ende, aber ich denke, ich
spiele gut genug, um dieses Turnier zu gewinnen“, sagte der
BMW International Open Champion von 2006.
Kaymer
(Mettmann) zog erneut die meisten Fans an und wurde auf
seiner Runde unter anderem von Fußball-Nationalspieler
Bastian Schweinsteiger begleitet.
Der Weltranglisten-Dritte begann mit sieben Pars, ehe er
zwischen Loch 8 und 11 vier Birdies in Folge schaffte. Am
Ende verbesserte er mit 68 Schlägen sein Resultat vom Vortag
(70).
„Ich habe wieder Selbstvertrauen, wenn ich über dem Ball
stehe“, erklärte Kaymer, der in den letzten Wochen an einer
Schwungumstellung gearbeitet hat.
Für das Wochenende baut der BMW International Open Sieger
2008 auf seine spezielle Liaison mit den Fans: „Ich hoffe,
dass jetzt am Samstag und Sonntag noch mehr Zuschauer
kommen“, sagte er. „Dann können wir vielleicht alle zusammen
das Turnier gewinnen.“
Siem (Ratingen) addierte ebenfalls eine 68er-Runde zu seiner
69 vom Donnerstag.
Das
Highlight seiner Runde war ein Eagle an Loch elf, als er mit
einem Chip-In von außerhalb des Grüns einlochte. „Ich hoffe,
dass ich mal vier gute Runden hinbekomme“, sagte Siem, der
zuletzt bei der US Open sehr wechselhafte Resultate ins
Klubhaus brachte. „Ein Top-Ten-Ergebnis ist auf jeden Fall
das Ziel.“
In dem dicht gedrängten Feld liegen die besten 20 Spieler
nur vier Schläge auseinander. Exzellente Aussichten hat
beispielsweise auch noch der zweifache US-Open-Champion
Retief Goosen (137). Den Cut überstanden auch Kaymers
Flightpartner, Titelverteidiger David Horsey (England, 139)
und Dustin Johnson (USA, 141), Kaymers besonderer Rivale von
der US PGA Championship und aus dem Ryder Cup.
Zu den Höhepunkten des Tages zählte ein Hole-in-One des
22-jährigen Alexander Knappe. Der junge Deutsche,
normalerweise auf der EPD Tour aktiv, lochte an Bahn zwei
aus 203 Metern mit einem Eisen vier direkt ein. „Es war ein
perfekter Schlag“, sagte Knappe, dem das Kunststück
allerdings am „falschen“ Loch gelang. Denn ein Hole-in-One
an Bahn 17 wird bei dieser BMW International Open mit einem
neuen BMW 650i Cabrio belohnt.
Einen rundum erfolglosen Arbeitstag erlebte Altmeister
Bernhard Langer (Anhausen). Der 53-Jährige verpasste mit 155
Schlägen (76+79) deutlich den Cut. Der Ärger darüber hielt
sich bei dem zweifachen Masters-Sieger aber in Grenzen – zu
sehr hatte ihn seine Daumenverletzung behindert. „Ich kann
einfach nicht so schwingen, wie ich mir das vorstelle“,
sagte er. „Aber das ist mein Heimturnier, da wollte ich
nicht aufgeben“. Langer zeigte sich bei seinem 22. Auftritt
bei der BMW International Open beeindruckt von der
Atmosphäre auf dem Platz. „Es ist wirklich toll, dass so
viele Leute hier sind.“
Zu den weiteren Spielern, die zur Halbzeit aus dem Turnier
ausschieden, zählten unter anderem die ehemaligen
Turniersieger Thomas Björn (Dänemark, 2000, 2002), Niclas
Fasth (2007) und Nick Dougherty (2009) sowie der
Weltranglisten-Zwölfte Paul Casey (England). Von den 15
deutschen Startern überstand außer Siem und Kaymer kein
weiterer Spieler den Halbzeitcut (142 Schläge). Alex Cejka
scheiterte um zwei Schläge (71+73).
Nach Beendigung der Runde machten sich die Spieler auf den
Weg zur ersten Bavarian Players’ Night im Münchner Seehaus.
Der Mitführende George Coetzee freute sich stellvertretend
für seine Kollegen: „Die BMW International Open ist so ein
schönes Turnier und so gut organisiert. Alles ist einfach
ein bisschen cooler als im unserem Touralltag.“
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